26.01.2012
Review: Touch (Pilot)
"24" Star Kiefer Sutherland ist "Martin Bohm" in der neuen Mystery-Serie "Touch" vom "Heroes" Erfinder Tim Kring. "Martin Bohm" ist der Vater des autistischen "Jake Bohm". Jake spricht nicht und will auch nicht angefasst werden. Er verbringt den ganzen Tag damit, kryptische Zahlenfolgen in ein Heft zu kritzeln, scheinbar ohne jeden Sinn. Aber Jake "berechnet" mit seinem Gekritzel zukünftige Ereignisse ... Autismus ist seit dem Film "Rain Man" sowas wie "gesellschaftsfähig" geworden und findet immer öfter seinen Weg auch in Serien ("Alphas"). Auch "Touch" nimmt sich dieser Thematik an, allerdings ohne genauer auf die Krankheit einzugehen. Im Mittelpunkt steht "Jake Bohm", der 12-jährige Sohn von Martin Bohm. Jake hat seine Mutter am 11.09.2011 verloren, sie war im Nordturm während der Anschläge 9/11. Jake spricht nicht, allerdings bekommt der Zuschauer ein Off-Stimme des Jungen, die sich in der Regel mit Zahlen beschäftigt. Während Jake sehr geschäftig jede Menge Zahlenkolonnen in seine Kladde schreibt, weiss der Zuschauer noch nicht, warum er das macht. Aber Jake weiss sehr genau was er tut, er berechnet Ereignisse auf der ganzen Welt mit seinen Zahlen.
In der Serie spielen also Zahlen eine übergrosse Rolle, aber man verfällt nicht in das Schema von "Numb3rs", das sich mit der mathematischen Berechnung zur Auflösung von Straftaten beschäftigt. Auch sind es nicht immer die gleichen Zahlen wie bei "Lost". "Touch" legt die Messlatte hier viel höher und der Zuschauer bekommt immer wieder die gleichen Zahlen zu sehen bis zur Auflösung. In der Pilotfolge spielen gleich drei Zahlen eine grosse Rolle und am Ende sitzt man dann leicht erstaunt da, weil alle scheinbar losen Fäden zusammen laufen.
Martin bemerkt, das sein Sohn ihm über diese Zahlen Hinweise gibt und langsam versteht Martin, das Jake die Welt als ein grosses Ganzes sieht und die Ereignisse eintreten, die Jake "berechnet". Die Zahl "318" spielt im Pilot die wichtigste Rolle. Sei es auf dem Schulbus Nr. 318, der klingelnde Wecker um 3:18 Uhr oder der 18.03. auf dem Kalender (im US-Format ist das 3/18). Da ist dann noch der Feuerwehrmann aus dem 318. Department, der gerade im Lotto gewonnen hat und damals versucht hat, die Frau von Martin aus dem WTC zu retten. Jake bringt die beiden Männer zusammen, ohne das die beide es wissen, denn scheinbar ist ihr Schicksal miteinander verknüpft. Die Männer treffen sich mehrmals unbewusst und bei einem Treffen kommt es zu Handgreiflichkeiten am Bahnhof, um 3:18 Uhr. Der Feuerwehrmann verpasst daraufhin seinen Zug und kann dann durch "Zufall" mehrere Kinder aus dem verunglückten Schulbus Nr. "318" retten ... Fazit "Touch" ist sehr interessant, auch wenn es ein paar Logikschwächen gibt und der Zuschauer weiss selbst nicht, welche Zahlen gerade wichtig sind und welche nur eine "Nebenrolle" spielen. Jake lenkt die gesamten Geschehnisse mit seinen Zahlen und Martin versucht, die Ereignisse zu verhindern (oder stattfinden zu lassen). Der Pilot steckt voll mit Informationen und bringt auf der ganzen Welt Menschen und Schicksale miteinander in Verbindung (wie z.B. ein verlorenes Handy in London einen Anschlag in Bagdad verhindert). Als Zuschauer wird man gezwungen, den Verlauf genau zu verfolgen, jeder Hinweis auf Zahlen ist nicht zufällig. So wird die Serie zu einem kurzweiligen Vergnügen und man sieht Kiefer Sutherland dann auch wieder in Action, obwohl hier natürlich das "Drop your Weapon, NOW!" nicht vorkommt, man aber irgendwie immer drauf wartet :-) Die Pilot-Folge am 25.01.2012 brachte 12 Mio. Zuschauer vor die US-Fernseher. Die Serie startet offiziell im März in den USA und die Rechte in Deutschland liegen bei ProSieben. Auch in Deutschland gibt es ein Promo-Preview auf die Serie: Am 27.02.2012 sendet ProSieben den Pilot als Special. | |
Kommentare zu diesem Artikel
| Deine Meinung interessiert uns ... | ||
Er weiss, welche Nummer als nächstes auf einem Handy anruft, er sieht Anschläge in Bagdad, macht eine Barsängerin zu einem YouTube-Star und das alles über seine Zahlen. Sein Vater Martin ist mit der Erziehung des Jungen überfordert und so klingelt auch alsbald das Jugendamt bei ihm an der Tür. Die Sozialarbeiterin Clea Hopkins (Gugu Mbatha-Raw, Foto unten) ist der Meinung, das der Junge bei ihr besser aufgehoben und kommt schon nach kurzer Zeit dahinter, das Jake aussergewöhnlich ist. So legt er mit Popcorn eine Telefonnummer auf den Boden und ein paar Minuten später ruft genau diese Nummer bei Clea an: Es ist ihre Mutter, mit der sie kein gutes Verhältnis hat.
318
(1)
